Zunehmendes Rattenaufkommen:
Gemeinsam vorbeugen


Einfache Mittel helfen

Die Gemeinde möchte deshalb dafür sensibilisieren, wie bereits mit einfachen Maßnahmen dazu beigetragen werden kann, das Nahrungsangebot und mögliche Rückzugsorte für Ratten zu reduzieren:

  • Lebensmittel, Essensreste und Abfälle nicht offen auf Grundstücken lagern und Müllbehälter geschlossen halten.
  • Essensreste nicht über Toilette oder Abfluss entsorgen. Sie können in der Kanalisation zusätzliche Nahrungsquellen für Ratten schaffen.
  • Tierfutter möglichst rattensicher lagern und Futterreste nicht längere Zeit offen stehen lassen.
  • Bei der Haltung von Hühnern und anderen Tieren bedarfsgerecht füttern und Futtervorräte für Ratten unzugänglich aufbewahren.
  • Gerümpel, Abfälle und andere mögliche Unterschlupfmöglichkeiten auf Grundstücken möglichst vermeiden.

Vogelfütterung und Naturschutz mitdenken

Auch bei der Fütterung von Wildvögeln sollte darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Futter auf den Boden gelangt und dort liegen bleibt. Futterstellen sollten sauber gehalten und möglichst so gestaltet sein, dass Ratten keinen Zugang haben.

Die Vogelfütterung sollte dabei nicht pauschal als Ursache für ein Rattenvorkommen betrachtet werden. Eine naturnahe Gartengestaltung mit heimischen Pflanzen, Samenständen und einem vielfältigen Insektenangebot schafft natürliche Nahrungsquellen und wertvolle Lebensräume für Vögel und andere Tiere.

Ratten sind mobil

Eine Rattensichtung bedeutet nicht automatisch, dass die Ursache auf einem bestimmten Grundstück liegt. Ratten bewegen sich über Grundstücksgrenzen hinweg und nutzen unterschiedliche Nahrungsquellen und Rückzugsorte. Einzelne Tierhaltungen oder Futterstellen lassen deshalb keinen pauschalen Rückschluss auf die Ursache eines Rattenvorkommens zu.

Entscheidend ist vielmehr, das zusätzliche Nahrungsangebot und geeignete Rückzugsorte im gesamten Siedlungsbereich möglichst zu reduzieren.

Vorbeugung ist dabei ein wichtiger Bestandteil eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Thema: Je weniger zusätzliche Nahrung und geeignete Rückzugsorte Ratten finden, desto weniger Bekämpfungsmaßnahmen können erforderlich werden. Das kommt letztlich auch dem Tier-, Natur- und Umweltschutz zugute.

Viele kleine Maßnahmen können so gemeinsam dazu beitragen, einem weiteren Anstieg des Rattenaufkommens entgegenzuwirken.