Multifunktionsfeld in Lunestedt
Ein zentrales Thema war die geplante Errichtung eines Multifunktionsspielfeldes an der Grundschule Lunestedt. Die barrierefreie Anlage soll künftig sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Vereinen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Notwendig geworden ist die Maßnahme auch, weil die bestehende Anlage durch Baumwurzeln, Schäden an der Asphaltfläche und Probleme bei der Entwässerung erhebliche Mängel aufweist.
Erneuter Beschluss nötig
Für das Projekt war eine erneute Beschlussfassung der LAG erforderlich, nachdem sich die Kostenberechnung gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich erhöht hat. Statt der ursprünglich veranschlagten rund 135.000 Euro werden die Gesamtkosten nun auf etwa 212.000 Euro geschätzt. Die höheren Kosten seien nach Einschätzung von LAG-Vorsitzendem Detlef Wellbrock weder überraschend noch Ausdruck einer fehlerhaften Planung. Vielmehr hätten die allgemeine Kostenentwicklung im Bauwesen sowie zusätzliche technische Anforderungen, insbesondere bei der Platzentwässerung, zu der Anpassung geführt.
Da die Förderung 65 Prozent der förderfähigen Kosten beträgt, steigt die Fördersumme von ursprünglich 87.750 Euro auf nun 137.800 Euro. Die erforderliche erneute Beschlussfassung erfolgte einstimmig.
Verfügbare Fördermittel
Mit der Anpassung der Fördersumme verringert sich zugleich das für die laufende Förderperiode noch verfügbare LEADER-Budget, wie Kristof Köhler vom Amt für Regionale Landesentwicklung informierte. Demnach stehen der Region bis zum Ende der Förderperiode 2027 noch rund 115.000 Euro an LEADER-Mitteln für weitere Projekte zur Verfügung.
Neue Ideen aus Loxstedt und Schiffdorf
Mit Blick auf diese verbleibenden Fördermittel stellte Loxstedts Bürgermeister und LAG-Vorsitzender Detlef Wellbrock eine neue Projektidee aus seiner Gemeinde vor. Im oberen Bereich der sogenannten „Bullenwiese“ an der Sandkuhle in Loxstedt sollen ein Aufenthaltsbereich mit Grillstelle, eine Aussichtsplattform mit Blick auf den See sowie mehrere Wohnmobilstellplätze mit Wasser- und Stromanschlüssen entstehen. Die Kosten werden derzeit auf rund 100.000 bis 120.000 Euro geschätzt. Das Vorhaben soll nach weiterer Konkretisierung in der nächsten LAG-Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Das Projekt ist Teil der geplanten Weiterentwicklung der Sport- und Freizeitanlage an der Sandkuhle. Die Gemeinde Loxstedt hat das rund 16 Hektar große Areal des ehemaligen Sandabbaus erworben, auf dem mehrere Seen entstanden sind. Für die weitere Entwicklung des Geländes sind jedoch noch verschiedene Fragen zur künftigen Nutzung und zum Naturschutz zu klären.
Eine weitere Projektidee stellte Schiffdorfs Bürgermeister Henrik Wärner vor. Dabei geht es um die Weiterentwicklung des Rundwegs „Schiffdorf entdecken“. Entlang der Route informieren bereits heute zahlreiche Schilder in Schiffdorf über Ortsgeschichte, Sagen und Legenden, historische Bauwerke sowie Besonderheiten der Landschaft. Die Tafeln wurden ursprünglich vom inzwischen aufgelösten Freundeskreis Schiffdorf e.V. initiiert. Künftig sollen die Informationen überarbeitet, mit QR-Codes ergänzt und auf weitere Ortschaften ausgeweitet werden.

Zwischenbilanz
Darüber hinaus befasste sich die LAG mit den Ergebnissen der Zwischenevaluation der laufenden Förderperiode. Insgesamt fiel die Zwischenbilanz positiv aus. Seit Beginn der Förderperiode konnten bis Ende 2025 bereits zwölf Projekte umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht werden. Dazu zählen unter anderem die touristische Weiterentwicklung des ehemaligen Fähranlegers Dedesdorf, die Neueindeckung des Reetdachs Oldenburger Haus in Altluneberg, die Restaurierung der Heiser Mühle in Beverstedt sowie die Friedhofsentwicklungsplanung in Loxstedt. Bis Ende 2025 wurden hierfür rund 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden beziehungsweise abgerufen.
Jugendprojekt abgeschlossen
Über den erfolgreichen Abschluss des Erasmus+-Projekts SURF II berichteten anschließend Jugendliche gemeinsam mit Jonas Mühleck vom Regionalmanagement der LEADER-Region Wesermünde-Süd. Beim Gegenbesuch einer finnischen Jugendgruppe im Leipziger Muldenland im Mai standen Workshops, Exkursionen und der Austausch über gesellschaftliche Themen im Mittelpunkt. Unter dem Motto „mehr miteinander reden, weniger übereinander“ beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit der deutschen Geschichte sowie Formen politischer Beteiligung.
Neuauflage von "Ju&Me Europe"
Abschließend stellte Mühleck die Neuauflage des Projekts „Ju&Me Europe“ vor. Das Programm bringt Jugendliche und erwachsene Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden zusammen, um gemeinsam Ideen für die Zukunft der Region zu entwickeln. Für die neue Projektphase werden derzeit sowohl Jugendliche als auch erwachsene Mentorinnen und Mentoren gesucht.
Die nächste Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe Wesermünde-Süd findet im Oktober in der Gemeinde Hagen im Bremischen statt.
Interesse an Ju&Me Europe?
Interessierte können sich unverbindlich bei Projektkoordinator Jonas Mühleck informieren.
Telefon: +49 511 44 44 54
E-Mail: wms@mensch-und-region.de
